Saisonauftakt der German Moto Masters in Brünn
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Vergangenes Wochenende stand endlich der Saisonauftakt der German Moto Masters in Brünn auf dem Programm. Die traditionsreiche Strecke in Tschechien ist nicht nur extrem schnell, sondern auch gnadenlos ehrlich – jeder kleine Fehler rächt sich sofort auf den nächsten Metern. Genau das bekam ich bereits im Training zu spüren.
Trotzdem verlief der Freitag grundsätzlich positiv. Ich kam relativ schnell wieder an meine bisherige Bestzeit heran. Allerdings merkte ich schnell, dass ich noch einige Fehler im Fahrstil hatte, die mich wertvolle Zeit kosteten. Besonders in den Rechtskurven verkrampfte ich mich immer stärker, wodurch mein rechter Oberarm komplett blockierte. Alles andere als ideale Voraussetzungen. Kurzfristig organisierte ich deshalb noch eine Massage, um irgendwie wieder lockerer zu werden. Mir war klar: Das Qualifying würde schwierig werden – also musste ich im Rennen angreifen.

Rennen 1 – starke Aufholjagd und neue Bestzeit
Von Startplatz 35 aus ging es ins erste Rennen. Doch bereits der Start verlief unglaublich gut und ich konnte sofort einige Positionen gewinnen. Danach folgten richtig intensive und spannende Zweikämpfe mit ständigem Hin und Her. Genau für solche Rennen liebt man den Motorsport.
Ich konnte mich mehrmals erfolgreich durchsetzen und arbeitete mich Runde für Runde weiter nach vorne. Schlussendlich überquerte ich die Ziellinie auf Platz 24 in der GMM-Wertung beziehungsweise Platz 27 im Gesamtklassement. Besonders erfreulich: Ich konnte nicht nur viele Plätze gutmachen, sondern auch eine neue persönliche Bestzeit von 2:17.636 aufstellen.
Rennen 2 – Kampf bis zur letzten Kurve
Am Sonntag startete ich von Position 31 beziehungsweise Platz 27 ohne Gaststarter. Erneut gelang mir ein starker Start und ich konnte direkt einige Plätze gutmachen. Anschliessend versuchte ich, meinen Rhythmus zu finden und konstant schnelle Runden zu fahren.
Mit fortschreitender Renndistanz wurden die Bedingungen allerdings immer anspruchsvoller. Die Kräfte liessen langsam nach und das Rennen fühlte sich extrem lang an. Da die intensiven Zweikämpfe vom Samstag weitgehend fehlten, war es schwierig einzuschätzen, wo ich mich im Feld genau befand.
In den Schlussrunden tauchte dann plötzlich noch eine Honda direkt vor mir auf. Ich wollte unbedingt dranbleiben und nochmals alles mobilisieren. Dabei war ich zwischenzeitlich überzeugt, bereits in der letzten Runde zu sein – bis ich auf der Start-Ziel-Geraden bemerkte, dass noch eine Runde ausstand. Also hiess es nochmals durchbeissen. Trotz schwindender Kräfte gelang es mir schliesslich, den Gegner in der viertletzten Kurve zu überholen und die Position bis ins Ziel zu verteidigen.
Damit beendete ich Rennen 2 auf einem starken 21. Platz.
Fazit
Das Wochenende in Brünn war unglaublich lehrreich. Ich konnte mich im Verlauf der Sessions stetig verbessern und wichtige Erkenntnisse für die kommenden Rennen sammeln. Entsprechend zufrieden bin ich mit meinem Saisonauftakt und freue mich bereits jetzt auf das nächste Rennwochenende in Most.
Fotos von Benny Kätzmer










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