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GMM Most 2 Läufe 7 & 8

vor 30 Minuten
3 Min. Lesezeit

EIN PUNKT WAR DAS ZIEL.


Most, 14.–16. August 2026


Mit einem ziemlich klaren Ziel reiste ich nach Most: Ich wollte endlich meinen ersten Meisterschaftspunkt holen.

Ich wusste, dass es hier möglich sein könnte. Most liegt mir grundsätzlich und vor allem meine Starts funktionieren auf dieser Strecke meistens ziemlich gut. Gleichzeitig war mir bewusst, dass ich mir mit diesem Ziel auch selbst ordentlich Druck machte.


Bereits die Anreise verlief gegen Ende etwas anders als geplant. Am Anhänger begann das Hinterrad zunehmend Probleme zu machen und kurz vor Most wurde es richtig unangenehm. Schlussendlich musste noch ein neues Komplettrad organisiert werden. Nicht gerade der Start ins Wochenende, den ich mir vorgestellt hatte – aber immerhin war das Problem danach erledigt.


Fotos von Benny Kätzmer


Freitag – ein richtig guter Vormittag


Der Freitag begann dafür umso besser. Von Turn zu Turn kam ich besser in den Rhythmus und konnte mich kontinuierlich steigern. Im dritten Turn fuhr ich eine 1:48.3 und konnte mehrere konstante 48er-Runden fahren. Damit war ich richtig zufrieden.


Für den Nachmittag wollte ich noch etwas ausprobieren und änderte die Übersetzung. Die Idee dahinter war gut – in der Realität funktionierte sie für mich überhaupt nicht. In den beiden folgenden Turns fand ich keinen Rhythmus mehr und konnte die Zeiten vom Vormittag nicht bestätigen. Zusätzlich wurde es wärmer und mein Kopf begann irgendwann einfach zuzumachen. Den letzten Turn liess ich deshalb aus und wechselte für Samstag wieder zurück auf meine bekannte Übersetzung.


Parallel beschäftigte mich weiterhin ein Problem, das mich schon länger begleitet: das Schütteln bzw. Stempeln des Vorderrads, vor allem in gewissen Kurvenphasen. Technisch hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits vieles geprüft, eine klare Ursache aber noch nicht gefunden. Das Thema lief deshalb während des ganzen Wochenendes irgendwo im Hinterkopf mit.


Samstag – Race 1


Am Samstagvormittag wollte ich nochmals angreifen und eine gute Zeit für die Startaufstellung setzen. Das gelang allerdings nicht wie erhofft und somit ging es für mich von Startplatz 29 ins erste Rennen.


Bereits vor dem eigentlichen Start wurde es speziell: In der Warm-up-Lap kam es zu einem Unfall mit zwei Fahrern. Dadurch standen wir gefühlt sehr lange in der Startaufstellung – bei brutaler Hitze. Die hohen Temperaturen machten allen Fahrern zu schaffen und das lange Warten kostete zusätzlich Energie.


Danach gab es nochmals eine Warm-up-Lap und endlich konnte es losgehen.


Der Start gelang mir gut und ich konnte direkt einige Positionen gutmachen. Genau dafür mag ich Most. 😄 Im Rennen fand ich einen guten Rhythmus, konnte kämpfen und Positionen halten bzw. gutmachen.


Am Ende überquerte ich die Ziellinie auf P18.


Noch keine Meisterschaftspunkte – aber ich wusste: Da geht noch etwas.


Fotos von Benny Kätzmer


Sonntag – alles für diesen einen Punkt


Der Sonntag begann mit leichtem Nieselregen. Im freien Training ging ich trotzdem kurz raus, um wieder in den Flow zu kommen. Danach setzte stärkerer Regen ein und die restlichen Turns konnten wir nicht mehr sinnvoll nutzen.


Währenddessen beschäftigte ich mich weiter intensiv mit dem Problem am Vorderrad. Es kostete mich inzwischen einiges an Energie, weil wir schon so vieles kontrolliert hatten und trotzdem keine eindeutige Ursache finden konnten.


Dazu kam, dass mein Auge bereits seit Samstagabend Probleme machte und die Nacht entsprechend kurz gewesen war. Ich war müde und ehrlich gesagt ziemlich ausgelaugt. Kurz spielte ich sogar mit dem Gedanken, ob es schlauer wäre, das Rennen auszulassen.


Aber dann kam mein Partner.


Kurz vor dem Start hat er mich nochmals richtig gepusht und irgendwie genau den Schalter umgelegt, den ich gebraucht habe.


Ich war nach Most gekommen, um diesen einen Punkt zu holen. Also wollte ich es zumindest versuchen.


Startplatz wieder P29.


Der Start war erneut stark und danach war für mich klar: Kampflinie. Von Anfang bis Ende.

Ich wollte niemandem etwas schenken und kämpfte mich durch das Rennen. Runde für Runde. Position für Position.


Als ich ins Ziel kam, wusste ich zunächst gar nicht genau, was es in der Meisterschaftswertung bedeutete.


Dann kam die Nachricht:

P14. 🔥


Damit nicht nur ein Punkt – sondern gleich zwei Meisterschaftspunkte.

Und als wäre das nicht schon genug, wurde ich auch noch zur Fahrerin des Tages gewählt. 🥹🔥


Für viele mag ein 14. Platz nichts Besonderes sein. Für mich war er riesig.


Nicht, weil ich plötzlich ganz vorne mitfahre. Sondern weil ich weiss, wie viel Arbeit, Zweifel, Rückschläge und Durchhaltewillen in diesen zwei Punkten stecken.

Ich kam nach Most mit einem Ziel:


Einen Punkt. Komme, was wolle.


Nach Hause gefahren bin ich mit zwei.


Und mit einem Wochenende, auf das ich verdammt stolz bin..


Ein riesiges Dankeschön an alle, die mich unterstützt, mitgefiebert, geschraubt, motiviert und immer wieder aufgebaut haben. Ohne euch wäre vieles davon nicht möglich.


Most 2026 – das Wochenende, an dem es endlich geklappt hat. 🔥



Fotos von Benny Kätzmer



 
 
 

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